In Deutschland werden jährlich rund 400.000 künstliche Gelenke implantiert. Die EndoCert-lnitiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) stellt eine qualitativ hochwertige Durchführung solcher Eingriffe sicher.
Das weltweit erste Zertifizierungssystem in der Endoprothetik
Um die Qualität der endoprothetischen Versorgung zu erhalten und zu verbessern, ist ein hohes Maß an Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung erforderlich. Die DGOOC hat daher gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik (AE) und dem Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) eine Initiative zur Zertifizierung medizinischer Einrichtungen für den Gelenkersatz entwickelt.
Medizinische Einrichtungen können sich als EndoProthetikZentrum (EPZ) und als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) zertifizieren lassen, wenn die Erfüllung der aufgestellten Anforderungen in einem Audit nachgewiesen wird.
EndoCert entwickelt sein Zertifizierungssystem weiter und reagiert damit auf die aktuellen Veränderungen in der Krankenhauslandschaft. Zentrale Neuerung ist die Einführung gelenkspezifischer Zertifizierungen: Neben der bisherigen kombinierten Zertifizierung können Zentren künftig auch für Hüfte, Knie oder Schulter einzeln zertifiziert werden.
Ergänzend wurden neue Zertifizierungssiegel eingeführt, die den Versorgungsumfang und den Status eines Zentrums transparent nach außen darstellen. Parallel dazu wurden die Mindestfallzahlen angepasst und werden seit dem 01.01.2026 verbindlich im Audit überprüft.
Trotz der strukturellen Weiterentwicklung bleibt der Kern von EndoCert unverändert: überprüfbare Qualität, klare Anforderungen und die kontinuierliche Verbesserung der Patientenversorgung.
Fortbildungsveranstaltungen für HO/SHO
Nächste Termine
26. - 27.06.2026, Berlin Fast Track Endoprothetik, 5. Berliner interdisziplinärer Kongress