H. Haas, R. Hoffmann

Vorbemerkung

Die zur Zertifizierung von EndoProthetikZentren aufgestellten Anforderungen beinhalten u.a. die Qualifikation als Spezieller Orthopädischer Chirurg. Aufgrund der Versorgungssituation in Deutschland gibt es Einrichtungen, die alle Anforderungen einer Zertifizierung erfüllen ohne jedoch die Qualifikation eines Hauptoperateurs als Spezieller Orthopädischer Chirurg nachweisen zu können. Damit es in diesem Zusammenhang nicht zu einer Benachteiligung langjährig an der Versorgung teilnehmender Einrichtungen kommt, wurde mit der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) folgende Übergangsregelung vereinbart.
Dabei ist es das gemeinsame Ziel, bewährte Strukturen in der Versorgung zu halten und zukünftig die Einhaltung der aufgestellten Anforderungen sicherzustellen. Die gewährte Übergangsfrist von 4 Jahren ermöglicht es allen beteiligten Einrichtungen, entsprechend qualifiziertes Personal vorzuhalten.

Die Zertifizierung als EPZmax und EPZ ist für Einrichtungen möglich, wenn

Ferner gilt:

Trauma Modul

Ergänzende Regelungen

Erläuterungen:

Die Übergangsfrist beginnt ab dem 01.08.14.
Die Erarbeitung des Traumamoduls durch eine Task-Force der DGU erfolgt gemeinsam und in Abstimmung mit der DGOOC. Die Integration des Trauma-Moduls erfolgt in 2015. Die im Traumamodul bezeichneten Eingriffe können grundsätzlich – analog zu Endoprothesenimplantationen – auch nach wie vor an Versorgungskliniken ohne formale Teilnahme an einem EPZ erbracht werden.

Die ergänzenden Regelungen zur Endoprothesenversorgungen im Rahmen der bg-lichen Heilbehandlung müssen durch die DGUV zunächst konsentiert werden. Eine ergebnisoffene Absichtserklärung für eine eingehende Prüfung durch die DGUV liegt vor. Eine positive Entscheidung wurde insbesondere für die Steuerungsmöglichkeiten im Rahmen des individualisierten Rehamanagements bereits signalisiert. Zudem wäre die Kooperation zwischen EndoProthetikZentren und bestehenden SAV-Netzwerken in diesem Zusammenhang möglich.

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